„Es het gfäggt“

  • 24. September 2017

Am frühen Samstagmorgen starteten wir unsere alljährliche Riegenreise. Treffpunkt: Bahnhöfli Wiedlisbach. Die Spannung war gross da die Organisatorinnen ein Geheimnis um das Ziel der Reise gemacht hatten. Es wurde gemunkelt, dass es ins Bündnerland geht, da auf der Anmeldung zwei Steinböcke abgebildet waren.

Als dann aber das Bipperlisi im Bahnhof einfuhr, begannen die ersten ihre Meinung zu ändern, denn wir fuhren Richtung Solothurn. In Solothurn stiegen wir um bis Bern. Jetzt wurde es allmählich klarer wohin die Reise geht.

In Bern stiegen wir in den Zug Richtung St. Leonard und stiessen auf den Beginn der Reise an. Nach der Ankunft am Bahnhof St. Leonard genehmigten wir uns den ersehnten Kaffee in einem „härzigen“ Bistro (wo ein paar Frauen die Hälfte der Möbel am liebsten mitgenommen hätten). Ausserdem besuchten wir hier den grössten Unterwassersee Europas. Wir stiegen ins wacklige Holzboot und bewunderten den klaren kühlen See der sich dort unten vor Jahren gebildet hatte. Nach der erfrischenden Besichtigung genossen wir auf der Terrasse des kleinen Restaurants ein Mittagessen.

Als alle wieder einen gestärkten Magen hatten, fuhren wir mit dem Zug nach Brig und gönnten uns dort eine Trink-Pause. Das Wetter war super und wir machten es uns beim Restaurant Eidgenoss gemütlich. Es gab Aperol-Spritz, Hugo und sogar ein kleines Apéro.

Die Reise ging weiter nach Mörel wo wir mit der Gondel auf die Riederalp gondelten. Oben angekommen freuten wir uns über eine tolle Unterkunft im Tea-Room Zurschmitten.

Nachdem die Zimmer verteilt waren, haben einige von uns noch ein bisschen die Umgebung erkundet oder die Sonne auf der Restaurant-Terrasse mit kühlen Getränken genossen.

Frisch geduscht spazierten wir alle zusammen fürs Abendessen zum Restaurant Derby. Die Auswahl war gross und es hatte für Jede etwas dabei. Am Tisch wurde viel gelacht, über den Tag berichtet und der nächste Tag besprochen.

Mit vollem Bauch und sonnengetankten Gesichtern verliessen wir das Restaurant und kehrten fröstelnd zur Unterkunft zurück. Wir trafen uns alle bei Martina, Susi und Sandra im Zimmer damit uns Martina noch die berühmte Riegenreise-Gutenachtgeschichte erzählen konnte. Dieses Jahr handelte die Geschichte von der alten Schmittja, eine Walliser Sage, welche Martina sogar auf Walliser-Deutsch erzählte.

Müde von der Zugfahrerei und den vielen Apéros, gingen wir ohne Wiederrede ins Bett um von dem ersten tollen Tag zu träumen.

Am Sonntagmorgen trafen wir uns um 7:30 zum Frühstück im Tea-Room und alle waren gut drauf und freuten sich auf die bevorstehenden Wanderungen. Wir haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt: Die Steinböcke und die Geniesser. Die Steinböcke erklimmten den Weg von der Riederalp über die Riederfurka zur Moosfluh und weiter zum Bettmerhorn.

Die Wanderung war vom Wetter her sehr angenehm, obwohl am Anfang der Route der Nebel uns umhüllte. Doch diese Stimmung gab der Berglandschaft etwas Mystisches. Das Bergpanorama mit dem Aletschgletscher war wunderschön und am kam nicht mehr aus dem Staunen heraus, an jeder Ecke wurde fotografiert und posiert. Der letzte Teil vor dem Bettmerhorn war doch etwas anstrengend aber oben angekommen war die Aussicht nebst dem guten Essen die Belohnung für den Aufstieg.

Die Geniesser spazierten gemütlich von der Riederalp zur Bettmeralp, flanierten um den schönen Bettmersee und tranken vor der Fahrt mit der Gondel einen Kaffee. Mit der Gondel fuhren sie zum Bettmerhorn um auf die Steinböcke zu warten.

Im Restaurant trafen die beiden Gruppen wieder aufeinander und speisten gemeinsam um am Nachmittag noch das dortige Gletschermuseum zu besichtigen.

Nun machten wir uns mit der Gondel auf den Weg zurück auf die Bettmeralp. Bei einer Bäckerei legten wir einen letzten Apéro-Stop ein und stiessen auf die schönen Tage an. Jetzt hiess es aber zurück nach Hause und wir fuhren zur Talstation und dann mit dem Zug weiter nach Brig, wo die Züge immer voller wurden. Auf unserer Heimreise erzählten die eingefleischten Turnerinnen von Traumas und Erlebnissen einiger vergangenen Riegenreisen, was für gute Stimmung im Zug sorgte. Um Punkt 19:01 kamen wir samt Gepäck am Bahnhöfli Wiedlisbach an (und Sandra ist all ihre Äpfel losgeworden)

Zusammengefasst war dies eine super tolle Riegenreise. Ich und Claudia waren das erste Mal dabei und es hat auf Berndeutsch gesagt „gfägt“!Vielen Dank an die Organisatorinnen und Reiseleiterinnen Susi Berger, Sandra Flück und Martina Allemann. Ihr habt das super gemacht!

Bis zum nächsten Mal!

Claudia und Ronya

Bilder von der Damenriegen-Reise ins Wallis gibt’s in der Gallery.