Skiweekend 2026 Davos

Am Donnerstagmorgen früh versammelten sich 12 motivierte Skigenossen, um gemeinsam nach Davos zu reisen. Während einige voller Vorfreude waren, hatten andere bereits leichte Zweifel, ob ein E-Auto die Alpen überhaupt überlebt – die ersten Schweissperlen liessen jedenfalls nicht lange auf sich warten. Nach einem kurzen Zwischenhalt im Heidiland (zur moralischen und koffeintechnischen Stabilisierung) trafen wir pünktlich in Davos ein. Einmal kurz durch die Rezeption geschleust und schon ging’s ab auf die Piste. Auf dem Jakobshorn genossen wir einen traumhaften Skitag mit quasi VIP-Verhältnissen – freie Fahrt für freie Bürger. Natürlich durfte auch ein Abstecher in die Jazzhütte nicht fehlen. Nach einigen Stunden Après-Ski stellten wir jedoch fest: Donnerstag ist in Davos eher Warm-up als Eskalation. Nach intensiver Feldforschung in diversen Bars erhielten die «Jungen» schliesslich den entscheidenden Hinweis: Bolgenschanze – und voilà, der Place to be war gefunden.

Am Freitagmorgen wurde früh gefrühstückt, wobei man bei gewissen Gesichtern nicht genau wusste, ob sie schon wach waren oder noch träumten. Kurz nach 8 Uhr machten sich die ersten Richtung Gondel auf. Bei Kaiserwetter wurde erneut das Jakobshorn unsicher gemacht, gefolgt vom obligatorischen Après-Ski in der Jazzhütte und im Bolgen Plaza. Noch vor dem Mittag stiessen drei weitere Skigenossen dazu, und beim Après-Ski gesellte sich auch Thömu zu uns. Seine leichte Verspätung hatte auch einen Grund: Ein geöffnetes Phishing-Mail bescherte ihm zwei Tage zusätzliche “Unterhaltung” mit seinem Arbeitgeber. Der Abend wurde anschliessend stilvoll (oder zumindest lautstark) in diversen Bars und Discos beendet – diesmal mit deutlich mehr Publikum: Jede Location war proppenvoll.

Am Samstagmorgen ging es mit dem Bus Richtung Parsenn. Bereits beim Einsteigen kam es zur ersten spontanen Gruppenreduktion – zwei verabschiedeten sich, während «die Jungen» noch mit der Regeneration beschäftigt waren. Das Wetter zeigte sich eher von der mystischen Seite, sprich: schlechte Sicht. Die zwei verlorenen Söhne wurden aber schnell wieder eingesammelt, und gemeinsam ging es Richtung Talabfahrt nach Klosters. Bald wurde klar: Heute ist ein Frühstart in den Après-Ski nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Dummerweise war bei der Talstation Parsenn noch alles geschlossen, weshalb man sich entschloss, zurück zum Bolgen Plaza zu pilgern. Dort warteten bereits «die Jungen», und der Nachmittag nahm Fahrt auf. Es wurde lauthals mitgesungen, getanzt und vermutlich auch leicht übertrieben. Eine 1.96 m grosse Frau brachte jemanden sogar dazu, wieder einmal ein «Zäuer» zu trinken – Namen werden aus Selbstschutzgründen nicht erwähnt. Der Abend wurde anschliessend im Chalet Bello und in der Tijuana Bar fortgesetzt. Gerüchten zufolge ging es danach noch weiter, doch der starke Schneefall hat hier gewisse Erinnerungslücken begünstigt.

Am Sonntagmorgen wurde effizient ausgecheckt, und pünktlich um 08:20 Uhr ging es ein letztes Mal aufs Jakobshorn. Am Morgen zeigte sich das Wetter nochmals gnädig, und der Neuschnee wurde in vollen Zügen genossen. Gegen Mittag wurde die Sicht schlechter, doch das hielt uns nicht davon ab, die schwarze Piste (Davos Vertical) noch einige Male heldenhaft zu bezwingen. Irgendwann meldeten sich dann auch die Beine zu Wort, und der Rückweg zur Talstation wurde eingeläutet.

Es war ein rundum gelungenes Skiweekend mit vielen Highlights, legendären Momenten und der einen oder anderen emotionalen Szene. Umso besser, dass wir uns zwischendurch via WhatsApp-Videochat wieder sortieren konnten – das bleibt definitiv in Erinnerung 😊

Danke für das grossartige Weekend!

Der Heimleiter der Herrenriege