Männerriegenreise 2010

  • 28. Oktober 2010

Frühmorgens um 05.45 Uhr, es war noch finstere Nacht, besammelten sich zwölf Männerriegeler zur diesjährigen Riegenreise, welche uns ins Engadin führte. Die direkte Fahrt nach Thusis wurde nur durch einen kurzen Halt in Kölliken unterbrochen, bei welchem unser Turnkamerad Liniger Peter zustieg. Beim Kaffeehalt in Thusis stellte uns Fritz seinen Freund Züllig Paul, ein erfahrener Bergsteiger vor. Paul führte uns durch die Via Malaschlucht, dabei zeigte er uns viele schöne Sachen und erzählte interessante Ereignisse aus der Vergangenheit dieser Schlucht. Auch an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Paul.

Nach 2 ½ Stunden überraschte uns Fritz in der Schlucht mit viel Weissem und einem Lunch. Für beides waren wir sehr dankbar. Die Überraschung ist Ihm gelungen. Nach dem Ausstieg aus der Schlucht ging die Fahrt mit dem Bus nach Zillis. Einige besuchten die Kirche St. Martin aus dem 12. Jahrhundert, der Rest bevorzugte die nächste Beiz. Anschliessend überquerten wir bei leichtem Regen den Julier nach St- Moritz (natürlich mit dem Bus).

Nachdem alle im Hotel „Stille“ die Zimmer bezogen, geduscht und den J… gepudert hatten, genossen wir das feine Nachtessen im Hotel Sonne. Im nahegelegen Pub liessen wir den ersten Tag langsam ausklingen.

Am Sonntagmorgen, bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir die zweite Etappe in Angriff. Mit der Grossraumgondel der Corvatschbahn ging es nun von Surlej rasant in die Höhe. Bei der Mittelstation war für uns die Fahrt aber schon wieder zu Ende. Nach kurzem Aufstieg auf Eis und neu gefallenem Schnee erreichten wir als erste Gäste die Hütte Fuorcla Surlej. Auf der verschneiten Terrasse genossen wir bei klarer Fernsicht das wunderbare Alpenpanorama.

Fritz nannte uns die Namen der schneebedeckten Gipfel auf der anderen Seite des Rosegtales. Den höchsten, den Piz Bernina mit 4050m, den Biancograt, Piz Palü, Piz Zuppo, Piz Roseg, La Sella und Piz Glüschaint. Es gab da noch eine Hütte mit Namen Cna da Tschierva die aber nicht alle entdecken konnten. Nachdem sich jeder einigermassen gestärkt hatte, nahmen wir – immer das prächtige Alpenpanorama vor Augen – die lange und schöne Höhenkurvenwanderung unter die Füsse. Nach der Mittagsrast trennten wir uns. Einige kehrten um und wählten den sanfteren Abstieg ins Rosegtal. Die grössere Gruppe machte sich auf den steilen Abstieg zum Vadret See auf den Weg. In der Roseg (das ist keine Anstalt sondern ein Gasthof) trafen sich die beiden Gruppen wieder. Da die reservierte Postkutsche schon auf dem Peron bereit stand, konnten wir unseren grossen Durst nur noch im stehen löschen. Nach dieser schönen und doch recht anstrengenden Wanderung hatten wir nun noch das Vergnügen, eine einstündige Kutschenfahrt nach Pontresina zu geniessen. Erst nach einiger Zeit merkten wir, dass die deftigen Fürze nicht vom Eugen stammten, sonder von den zwei Kutschenpferden.

In Pontresina fand gerade das Weinfest statt, was natürlich einige Weinliebhaber zu einer Weindegustation animierte. Auf der Heimfahrt nach Wiedlisbach ging die Weindegustation aus den „geschenkten“ Gläsern weiter!!

Um 21.00 Uhr kamen wir nach zwei schönen und geselligen Tagen, einige mit Muskelkater oder kleineren Blessuren in Wiedlisbach an.

Wir danken Fritz Stern für die gelungene Organisation und die unfallfreie  Fahrt.

Fred Känzig